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ine Stadt mit Bettlern war aus dem Mittelalter nicht wegzudenken. Eine Stadt wie Memmingen ohne Bettler war wie ein Hof ohne Tiere. Die Bettler waren damals, wie heute in der Pyra des Ansehens ganz unten. Trotzdem wurden sie, nicht wie heute, nur belächelt, sondern es waren viele Bürger ihnen gegenüber positiv gestimmt.

Eine Spende war für beide Seiten, für den Spender und natürlich für den Bettler von Nutzen. Durch eine Geldspende weihte der Bettler den Spender in sein Gebet ein. Je mehr der Spender spendete, desto mehr betete der Bettler für Ihn.
Spendete man wenig, rief ihm der Bettler meist nur ein `Vergelt`s Gott` zu.

Die Wallensteinbettler von heute betteln nun nicht mehr für ihren eigenen Lebensunterhalt, sondern für einen vorher festgelegten gemeinnützigen Zweck.
Die Gruppe der Wallensteinbettler bezieht sich auf ein historisches Vorbild aus der Zeit des 30-jährigen Krieges. Die Heere der damaligen Zeit begleitete immer eine Schar lichtscheuen Gesindels. So folgte auch dem Wallensteinschen Heer eine vielzahl von Bettlern die sich durch betteln über Wasser hielten. Die Bettler wurden im Umfeld des Heeres gerade noch geduldet - den Soldaten stand so immer vor Augen, dass ihr Kriegsabendteuer einmal für sie ebenso ausgehen konnte.

"Gott hätte alle Menschen reich erschaffen können, aber er wollte, dass es auf dieser Welt Arme gibt damit die Reichen Gelegenheit erhalten, sich von ihren Sünden freizukaufen."

`Die arme Seel`- aus dem Fegfeuer springt wenn der Taler im Säckle klingt"